|
In diesem Jahr haben wir uns für einen Trip, nunmehr zum dritten Mal, in Richtung Mallorca entschieden. Mallorca bietet nach wie vor sehr schöne ruhige Ecken und ist nur zwei Flugstunden von der Heimat entfernt. Nach einem
stressigen Frühjahr war Erholung pur, vor allem Abseits des Touristenrummels, geplant. Als Standort haben wir uns für Cala Santanyi entschieden
Den Termin haben wir nach einer günstigen Flugverbindung gebucht. Air Berlin bietet gute Konditionen, doch inzwischen liegen die Zuschläge für Kerosin und Tax teilweise höher als der Preis für das reine Ticket.
Am 02. Mai startete unser Flieger um 04.40 Uhr ab Münster/Osnabrück. Durch Zufall haben wir erfahren, dass wir mit einem Arbeitskollegen den gleichen Flug gebucht haben. Detlef und Susanne haben uns dankenswerter Weise zum
Flughafen mitgenommen. Für uns wurde es ganz schön knapp, denn wir hatten den Wecker eine Stunde zu spät gestellt. Haben aber doch noch den Flieger bekommen. Auf Mallorca erwartete uns gleich strahlender Sonnenschein. Per Internet habe ich
für die gesamte Reisedauer einen Mietwagen bei www.email-car-hire.com gebucht. Günstigste Preise und neue Fahrzeuge, wir waren bislang immer zufrieden. Der Schalter des Vermieters (Record Rent a Car) liegt direkt hinter der Gepäckabfertigung. Reist man zu Zweit, sollte man sich trennen, einer sofort zum Schalter, während der zweite das Gepäck abholt, denn der Schalter ist gerade am frühen Morgen personell sehr knapp besetzt und es kann schon mal eine Stunde dauern, bis der Schlüssel ausgehändigt ist..
Cala Santanyí liegt im Südosten von Mallorca, ist rund 50 Kilometer von Palma entfernt und lässt sich sehr gut erreichen. Unsere Unterkunft haben wir schnell erreicht. Die Lage ist toll. Auf einem Hügel, oberhalb einer Finca
- Siedlung und nur wenige Gehminuten bis zum Strand.
Trotz einer gewissen Müdigkeit wollten wir erst einmal den Strand erkunden. Haben zwar die falsche Richtung (Cala Llombards) genommen, diese aber nicht erreicht. Einige tolle Fincas und einsame Buchten haben uns aber
entlohnt. Schliesslich haben wir aber doch noch die Cala Santanyí erreicht. Der 80 Meter breite Sandstrand
erstreckt sich ein ganzes Stück in den Fjord. Das Wasser schimmerte von tiefblau bis türkis und bietet ein schönes Bild, das zum Baden einlädt. Sonnenschirme, Liegen Tretboote Surfbretter und Gastronomie runden das Bild ab. Drei kleine Hotels liegen an der Bucht und eine Tauchschule
bietet ihre Dienste an. Als wir dort waren, war der Strand nur mäßig besucht. In der Hochsaison soll es aber recht voll sein, denn die Hotels aus Cala Figuera bieten einen Transfer zum Strand an, da in Figuera kaum Bademöglichkeiten bestehen. Eine gute Paella
zu Mittag und am Nachmittag für die nächsten Tage einkaufen. Im Ort selber findet man einen kleinen Supermarkt, aber besser nach Santanyí zum Eroski (heißt wirklich so), der Preise und Auswahl wegen.
Danach haben wir die nächste Bucht erkundet. Ein toller Anblick ist der Felsen von Es Ponta´s. Danach noch ein wenig die andere Richtung erkunden und auf die Terrasse unserer Wohnung. Ein schöner Tag, der Lust macht auf mehr.
Mittwoch 03. Mai 2006
Der zweite Tag beginnt mit einer Enttäuschung. Es ist bedeckt und regnerisch bei 18 Grad. So hatten wir uns das nicht vorgestellt, wobei der Wetterbericht für die Heimat unsere hier erwarteten Temperaturen meldet. Am Nachmittag haben wir dann einen Spaziergang in Richtung Cala Figuera gestartet. Das Wasser schäumt
regelrecht und peitscht gegen die Felsen. Ein toller Anblick allemal. Über Felsen sind wir in die nächste Bucht geklettert, um dort den großen Regen über dem Meer zu erleben. Fluchtartig
haben wir den Hügel erklommen, eine Mauer zu einem Grundstück überklettert und schnell die Wohnung als Schutz gesucht. Der große Regen zog zwar vorbei, Sturm und etwas Regen haben uns einen
gemütlichen Nachmittag auf der Couch beschert. Gegen Abend lockerte es auf und wir sind nach Cala D`or gefahren. Hier war Shopping angesagt. Haben dabei gleich eine Landkarte von Mallorca
(„Mallorca kompakt“ von Kompass) im Maßstab 1:75000 gekauft. Auf dieser Karte sind so ziemlich alle Wege eingezeichnet und kann bedenkenlos empfohlen werden. Es werden
zudem Tipps über Strände, Gärten, Naturparks, Museen, sowie für Wanderungen und Radtouren gegeben. Petrus meinte es schließlich doch noch gut mit uns und wir haben noch einige Sonnenstrahlen genießen dürfen,
immerhin bei 20 Grad – endlich -.
Donnerstag 04. Mai 2006
Der dritte Tag begann wie der gestrige. Regen trübte die Stimmung und so haben wir kurzerhand beschlossen nach Paguera zu fahren, um Detlef und Susanne zu besuchen. Zunächst blieb beim Bummel dur ch das Städtchen und die Villengegend alles trocken
. Die letzten Meter zu einem netten Lokal hat uns der Regen aber wieder eingeholt. Nach einer Stunde war alles vorbei. Es wurde heller und wärmer. Paguera ist ein richtiges Touristenzentrum
mit allen Shopping- und Freizeitmöglichkeiten. Wer gern mehr Rummel im Urlaub möchte ist dort sicher gut aufgehoben. Wir haben uns die Gegend um Paguera noch ansehen wollen und sind schließlich
nach Port d`Andratx und Sant Elm gefahren. Port d´ Andratx hat außer vielen teueren Läden aus meiner Sicht nicht viel zu bieten. Warum es die Reichen und Schönen (Meinung der Mallorquiner) dort hinzieht, kann ich nicht
beurteilen. Wahrscheinlich ist es der Hafen. Wir sind zum Abschluss nach Sant Elm gefahren. Ein kleiner netter Ort, der durch Ruhe glänzt und eine kleine Einkaufsmeile (200 Meter) bietet. Für Karin hat das aber gereicht
und nun ist meine Geldbörse etwa leichter geworden.
Der Wetterbericht verspricht für den morgigen Tag wieder Wechsel zwischen Regen- und Schauertätigkeit. Mal sehen wie es wird. Ab Samstag soll es dann endlich warm werden – Hoffentlich!!!!!
Freitag, 05. Mai 2006
Der Morgen sieht gut aus. Es regnet nicht und der Himmel wird immer heller. Also haben wir eine Tour nach Cala Ratjada geplant. Wollen die Finca besichtigen, die wir für unseren Kegelclub im Oktober gebucht haben.
Die Fahrt war über die Dörfer geplant. Mein weibliches „Navigationsgerät“ auf dem Beifahrersitz hat aber schon nach wenigen Metern versagt und mich zielgerichtet? in eine Sackgasse zum Naturschutzgebiet Cala Mondrago
gelotst. „Haben ja Zeit“, war die Ansage und so wollten wir den Strand der Cala Mondrago wenigstens kurz erkunden. Aus kurz wurde mehr und die Sonn e kam plötzlich hinter den Wolken hervor. Was soll man sagen.
Tolles Wetter und ich hatte mich kleidungs- und schuhmässig nicht auf eine große Wanderung eingestellt. Aber tapfer weiter und schwitzen. Eine tolle Gegend hat uns belohnt. Die Cal Mondrago besteht aus kleinen
zwischen den Felsen gelegenen Buchten und ist von bizarren Felsgebilden umgeben. Die Cala Mondrago ist Teil des 785 Hektar großen Nationalparks Mondrago. Die Bucht besteht aus insgesamt vier Sandstränden und
einigen Felsbuchten. Der erste Stopp war an der Caló d`en Perdiu. Dort krachten die Wellen in den Fjord und b o t en ein tolles Schauspiel der Naturgewalten. Außerdem hat man eine gute Aussicht. Der größte Abschnitt ist S`Amarador, Es können Liegen und Sonnenschirme
gemietet werden und hinter dem Strand schließt sich ein kleines Feuchtgebiet an. Bei unserem Besuch war Baden allerdings nicht möglich, da wir noch sehr starken Wellengang hatten und regelrechte „Brecher“
in die Bucht getrieben wurden. Die Wellen peitschten das Wasser an die Felsen und von dort bis zu 10 Meter in die Luft und mancher Spaziergänger wurde auf dem Fußweg über die Felsen zur Mondrago
klitschnass. Wir sind aber trocken rüber gekommen und haben uns erst einmal an der Strandbar mit einem leckeren Cappuchino belohnt. Der Strandabschnitt Mondrago, der dem Naturschutzgebiet seinen Namen
gegeben hat, ist mit allen touristischen Mitteln versehener kleiner aber feiner Strand. Oberhalb des Strandes liegt ein Hotel. Von dort sind wir weiter an der Küste entlang in Richtung. Portopetro
. Der nächste Strand ist die Caló de Borgit. Ein kleiner Sandstrand und kaum besucht. Unterhalb einer Touristensiedlung befindet sich die Sa Barca Trecada. Wir haben uns für die Wanderung den Weg direkt über die Klippen entschieden, z war teils sehr beschwerli ch, aber dafür wird man mit traumhafte n Aus- und Anblicken entschädig t. Wer es leichter liebt, nimmt die zurückliegende Straße. Neidisch kann man
schon werden, wenn man die Fincas an den Steilhängen sieht. Der Zugang zum Wasser ist über Treppen und Leitern möglich. Nichts für Strandliebhaber, aber darauf könnte ich für ein solches Anwesen liebend gern
verzichten. Nach gut zwei Stunden hatten wir Portopetro erreicht. Hier reiht sich auf der Landzunge bis zum alten Wehrturm Punta de sa Torres, eine Luxusvilla an die nächste. Ein Blick lohnt sich allemal. Von der Landzunge kann man die gesamt Bucht gut überblicken. Den Gang in die Stadt
haben wir über die Caló de sa Torres gemacht. Die zwei kleinen Sandstrände sind durch eine niedrige Felswand getrennt und haben auf der Landseite die hässlichen Bauten (aus meiner Sicht gehören die abgerissen, weder
landestypisch noch etwas fürs Auge) des Club Med zu ertragen. Im Hafen haben wir schließlich ein nettes Lokal (Portomar) gefunden und gut gegessen. Zu empfehlen – Barsch auf mollorquinische Art -. Zur
Belohnung eine Sangria, die gleichzeitig als Stärkung für den Rückweg gedacht war. Zurück haben wir den festen und schnelleren Landweg genommen.
Am Parkplatz angekommen sind wir noch zum es Cap des Moro gelaufen. Es gibt nichts außergewöhnliches zu sehen, außer einer bizarren Felslandschaft. Bei Naturliebhabern freuen sich die Sinne auf
jeden Fall. Karin als Naturliebhaberin hat sich für die Heimat mit einigen Ablegern eingedeckt.
Abends war noch relaxen am Pool angesagt, wobei wir an einigen Stellen einen deutlichen Sonnenbrand verspürt haben. Die Wanderung und die Sonne waren nicht geplant und die Sonnencreme
in der Wohnung verblieben. Habe den Pool noch getestet, ehe wir einen gemütlichen Abend auf der Terrasse unserer Unterkunft verbracht haben.

|