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Heute ist der Tag gekommen, auf den wir schon so lange gewartet haben. Die Arbeit ist erledigt, die Rucksäcke gepackt, die Pässe und Tickets verstaut. Nach langem hin und her haben wir uns dieses Mal für Birma. oder nun
offiziell Myanmar, entschieden. Karin hat den Tipp von einem Arbeitskollegen bekommen und ich hatte nichts Besseres zu tun, als sofort eine Reise dorthin zu planen. Ich durfte aber nicht komplett selber organisieren, sondern musste mich auf
eine Unterstützung von Aussen einlassen. Nun ja, zumindest die Orte waren offen. Vom Ablauf waren 8 Tage relaxen am Strand, dann 8 Tage Rundreise (mit einem deutschsprachigen Guide) und anschliessendes 6tägiges entspannen am Strand
vorgesehen. Die letzten Tage sollten dann in Yangon, nahe dem Flughafen, verbracht werden.
Sind durch verschiedene Foren im Internet auf die Adresse von Fascinating Land Travels & Tour
in Myanmar gestossen. Michael Pfeiffer, ein Deutscher, lebt seit Jahren in Yangon und hat sich mit seinem Reisebüro einen Namen gemacht. Die Vorbereitungen haben sich sehr einfach gestaltet. Via Internet und Email haben wir uns auf eine Tour verständigt. Michael Pfeiffer hat nach unseren Vorstellungen gefragt und dann ein Angebot unterbreitet. Auf unsere Änderungswünsche ist er problemlos eingegangen. Er bietet neben Gruppentouren auch ganz individuelle Reisen an und kann von uns nur wärmsten empfohlen werden.
Die Flüge hatte ich bereits über das Internet bei Expedia.de gebucht. Dort haben wir nach langem Suchen die besten Preise bekommen. Der Service stimmt ebenfalls.
Um 10.00 Uhr sind wir vom FMO, Flughafen Münster/Osnabrück, gestartet. Über Frankfurt sind wir weiter nach Bangkok. Thai-Airways hat uns wie immer überzeugt. Guter Sitzkomfort und noch besserer Service. Erstmals durften wir den neuen Flughafen in Bangkok bestaunen. Bestechend die futuristische
Bauweise und die unendlichen Wege. Wir sind als Transitgäste ca. 20 Minuten bis zu unserem Abfluggate gelaufen, vorbei an zig Edelläden. Das Flair des alten Flughafens hat uns mehr zugesagt. Aber nun, so ist das eben.
Die letzte Strecke nach Yangon verging wie im Flug und auch die gefürchtete strenge Einreise bereitete keine Schwierigkeiten. Vor dem Hotel wurden wir bereits erwartet. Herr Pfeiffer hatte uns
angeboten für 15 Dollar ein „Day-Use“ Zimmer im nahegelegen Hotel zu nehmen. Nach dem langen Flug ein guter Tipp. Einmal ganz in Ruhe duschen, den Pool nutzen und mit ein
paar frischen Sachen den Temperaturen gemäss anziehen. Das waren uns die 15 Dollar schon wert, zumal uns ja zu unserem ersten Ziel, dem Ngwe Saung Beach, noch eine 5stündige Autofahrt bevorstand.
Im Hotel haben wir mit Herrn Peiffer noch einmal die gesamte Tour
durchgesprochen. Ausserdem wurde das Finanzielle erledigt und er hat uns gleich noch zum offiziellen (inoffiziellen) Kurs Kyat getauscht. Besser geht es nicht. Anschliessend haben wir uns verabschiedet und sind mit
einem PKW nebst Fahrer zum Ngwe Saung Beach gefahren, oder besser geholpert. Das lag aber nicht an unserem Fahrer, sondern am erbärmlichen Zustand der ca. 200 Kilometer langen Strasse von Yangon zur Beach. Wenn man die Ausläufer der 5 Millionen Stadt verlässt, erahnt man, wie es eigentlich in
Myanmar aussieht. Neben einigen wenigen neueren Fahrzeugen bestimmen alte klapprige und verrostete Fahrzeuge das Strassenbild. Manchmal ist es nicht glauben, dass die Autos und LKW noch
ohne fremde Hilfe vorankommen. Daneben sind Heerscharen von Fussgängern und Radfahrer n unterwegs und einige Ochsenkarren vervollständ- igen das Bild. So muss es vor 50 bis 60 Jahre ausgesehen haben.
Die Busse sind fast alle überfüllt und das Gepäck, ab und an
auch Fahrgäste, türmen sich auf dem Dach. Es gibt aber inzwischen auch neuere Busse, die mehr Komfort bieten. An vielen Stellen wird emsig an der Ausbesserung der Strassen gearbeitet. Maschinen sind weitgehend unbekannt, alles
Handarbeit, wobei auch Frauen und Kinder mit der Spitzhacke arbeiten.
Die Landschaft weckt aber gleichzeitig die Vorfreude auf den Urlaub. Vorbei an Reis- und Pfefferfeldern sowie Shrimpsfarmen nähern wir uns dem ersten Ziel, wobei wir
noch einen Stopp an einem kleinen Lokal eingelegt haben. War überwiegend von Burmesen besucht und so haben wir für umgerechnet fünf Euro eine riesige Portion Shrimps mit Gemüse und Reis, sowie eine halbe Melone gegessen
. Dazu gab es noch eine grosse Flasche Bier a 0,635 Liter ( Standardmass in Myanmar). Das lässt sich gut an. Die
letzten Kilometer zur Beach geht es durch eine hüglige Landschaft. Die Straße schlängelt sich sehr kurvenreich durch das Gelände und unserer Fahrer hat noch einmal alles gegeben. Schumi hat einen würdigen Nachfolger in Asien gefunden. Er hat
uns aber sicher zum Ngwe Saung gebracht. Haben uns zunächst noch ein anderes Ressort angeschaut. Gebucht war das Sunny Paradies Ressort. Hatten aber vereinbart, dass wir uns noch nach einer anderen Unterkunft umschauen können. Das Golden
Sea Ressort war unser Ziel. Die Bungalows waren aber nicht nach unserem Geschmack und nebenan war gerade das Nachbarressort abgebrannt. Sah nicht so einladend aus. Also zum Su nny Paradies. Die Anlage ist sehr gepflegt und kann bedenkenlos weiterempfohlen werden. Der Blick von der Empfangshalle
zum Meer macht jedem Foto in einem Urlaubskatalog Ehre. Vor dem riesigen Empfang liegt etwas tiefer gelegen der Pool mit einer Poolbar, davor sind einige Sonnenschirme und Liegen plaziert, dahinter ist das Meer zu
sehen. Die Zimmer sind sehr gut ausgestattet und sind die 60 Dollar für das Superior Zimmer wirklich wert. Die ganze Anlage ist topp gepflegt und mit Palmen, Blumen und Rasen durchsetzt. Wir hatten uns entschlossen, hier
bleiben wir. Mit einem Golfcaddy wurden wir zum Zimmer gefahren. Lag leider etwas weiter vom Wasser entfernt, war aber gut ausgestattet. Klimaanlage , grosses bequemes Bett, Sitzecke mit Satelliten - TV,
Kühlschrank und für asiatische Verhältnisse sehr gut ausgestattetem Bad. Leider fehlte die Terrasse, damit man(n) (Frau) am Abend noch gemütlich draussen sitzen kann.
Sind erst einmal zum Strand und ins Wasser. Der Sonnenuntergang war
Bilderbuch mässig. Das Meer hat die Sonne verschlungen und den Horizont glutrot angemalt. Toller Einstand für den ersten Tag. Während nebenan schon der Fisch serviert wurde, sassen wir noch in der
Poolbar und haben zur Happy-Hour-Zeit den Cocktail für 1 € genossen. Haben uns aber ein wenig unwohl gefühlt. Alles läuft nicht so ungezwungen ab wie wir es kennen und so haben wir zunächst das Weite gesucht, sprich
sind ins Dorf gegangen. Hatten Glück und sind ins Wine Wine Lae getrieben worden. Sehr guter Fisch und nette Bedienung. Mit dem „Manager“ haben wir uns nett unterhalten und ihm unsere Sorgen bezüglich einer ungezwungen en Unterkunft mitgeteilt. Er hat uns das Shwe Hin Ta empfohlen. Haben uns für den nächsten Morgen
verabredet, damit er uns dort hinbringen kann.
Donnerstag 01.03,2007
Wir haben sehr gut geschlafen und durften das Frühstücksbuffet im Sunny geniessen. Wirklich Spitze. Aber auch hier war nicht das uns gewohnte
ungezwungenes Auftreten möglich, wenngleich der Blick von der Dachterrasse auf das Meer schon etwas hat.
 Zu Fuss durch die brütende Hitze zum Wine Wine Lae. Dort sind wir mit zwei Fahrradrikscha aufgebrochen. Habe kaum in den schmalen, für Asiaten gebauten,
Sitz gepasst. War ehrlich froh, dass ich nicht treten musste. Beim Fahrer floss der Schweiss in Strömen, während ich ihm entspannt etwas über die Qualität deutscher Fahrräder und eine Gangschaltung erzählt habe.
Das Shwe Hin Ta hat uns gleich gut gefallen. Eine nette lockere Atmosphäre und die Bungalows direkt an dem Beach. Den uns angebotenen Steinbungalow sollten wir nur
für einen Tag haben , da alles ausgebucht und reserviert war. Sollten dann in einen neuen Bungalow aus Holz in der zweiten Reihe umziehen. Karin war nicht ganz glücklich, aber die Anlage entsprach doch mehr unseren
Vorstellungen. Grosse Terrasse, Dusche vor der Veranda, zum Abduschen nach dem Bad im Meer und das alles unter Palmen.
Die Fahrt mit der Fahrradrikscha war damit beendet, der Preis aber völlig überzogen. 3000 Kyat, also drei
durchschnittliche Tagelöhne eines Burmesen, waren doch ein wenig happig. Zurück sind wir mit einem Taxi, damit wir unser Gepäck gleich holen konnten. Der Fahrer hat gewartet, bis wir unsere Sachen gepackt hatten. Leider
konnten wir nicht gleich weg, da Karin noch versehentlich zwei Longyi eingepackt hatte und wir diese erst aus den Tiefen des Rucksacks suchen mussten. “Keine Absicht”, beteuerte Karin.
Für die Hin und Rückfahrt mit dem Taxi haben wir 5000 Kyat bezahlt, auf Grund der hohen Benzinpreise mehr als akzeptabel und im Vergleich mit der Rikscha fahrt mehr als günstig.
Den Nachmittag haben wir mit schwimmen, schlafen und einem ausgiebigen Strandgang verbracht. Das Essen im Shwe Hin Ta ist
nicht besonders gut. Dem ganzen fehlt der Pep und es wird typisch birmanisch fett gekocht.
Der Ngwe Saung Strand ist traumhaft. Insgesamt 14 Kilometer lang, teilweise bis zu 50 Meter breit und von Palmen gesäumt und
Schwimmen ist zu jeder Tageszeit möglich. Oftmals hat man das Gefühl allein am Strand zu sein. Eine himmlische Ruhe, die nur vom Meeresrauschen unterbrochen wird. Herz was willst Du mehr. Relaxen pur und eine gut e Vorbereitung auf unsere Rundreise, zumal wir noch die Mitteilung bekamen, dass wir weiter in unserem
Bungalow bleiben können.
Haben den Sonnenuntergang am Strand mit dem gut schmeckenden „Myanmar Rum“ und Coke genossen, wobei die Coke teurer ist als der Rum. Eine Flasche Rum 0,7 ltr für
1200 Kyat, die Cola 0,33 ltr. 700 Kyat. Geschlafen haben wir trotz der fehlenden Klimaanlage gut. Den Fan haben wir auch nicht benötigt, da immer ein kräftiger Wind weht und wir die
Fenster, die zusätzlich mit Fliegengittern versehen sind, offen gelassen haben. In den Morgenstunden kann man dann schon eine Decke gebrauchen, da es durch den Wind kühler wird.
Freitag, 02.03. 2007
Morgens stand schon eine Kanne mit grünem Tee auf unserer Terrasse. Gehört zum Service und kostet nicht extra. Das gleiche wiederholt sich übrigens abends. Die Inhaber sind sehr freundlich und geben sich alle Mühe den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Das Frühstück ist im
Preis von 25 Dollar für den Steinbungalow enthalten. Das ganze ist typisch amerikanisch - europäisiert. Toast, Marmelade, Omelett oder „Scrambled Eggs“, ein Saft eine Banane und Tütenkaffee. Dieser ist aber noch mit
Milchpulver und Zucker verschnitten und verlangt nicht nach Nachschlag. So wird man zum Tee-Liebhaber. Beim Omelette wurde nicht mit Öl gespart, so dass für den nächsten Tag ein Pancake als Ersatz auserkoren wurde.
Die Preise am Ngwe Saung sind insgesamt höher als landesüblich, aber für unsere Verhältnisse noch sehr niedrig. Die grosse Flasche Bier kostet 1800 Kyat (ca. 1 ,20 €) und ist relativ teuer. Das Essen liegt allgemein bei 3000
Kyat (ca. 2 €). Ananas und Melone sind fast immer zu haben und kosten in unserem Ressort 1000 Kyat.
 Sind nach dem Frühstück mit dem Motorbike ins Dorf gefahren, da wir unsere Zahnbürsten im Sunny vergessen hatten. Waren noch da und bestätigten den Hinweis von
Michal Pfeiffer, dass hier eigentlich noch nie etwas weggekommen ist. Für Diebstahl gibt es empfindliche Gefängnisstrafen, egal was entwendet wurde.
Sind noch kurz ins Wine Wine Lae gegangen und haben
in der sengenden Hitze eine kleine Pause gemacht. Zwei gezapfte Bier (0,3) für 500 Kyat (ca. 30 Cent) und ein wenig Sprachschule English - Birmanisch und anschliessend noch für die nächsten Tage mit Rum und Coke eingedeckt.
Zurück sind wir zu Fuss an dem Beach. Konnten noch den
Fischfang am Strand beobachten. Mit einem Boot wird ein Netz ausgebracht und anschliessend von zwei Seiten am Strand immer enger zusammen gezogen. Am Ende werden kleine sardinenähnliche Fische unter den Fischern geteilt.
Nachdem diese in der Sonne getrocknet wurden werden sie zu Fischsauce verarbeitet. Eine anstrengende Arbeit und der Erfolg, aus meiner Sicht, mässig. Ach ja, grössere Fische sind eher selten und nur die grössten werden
mitgenommen. Der Rest wandert wieder ins Meer.
Beim Strandgang sind die unterschiedlichen Ressorts gut zu sehen. Die Luxusanlagen nehmen immer mehr zu und verdrängen die kleinen günstigen Ressorts . Einige sind
zwischenzeitlich abbruchreif, da sie einen Taifun im letzten Jahr nicht überstanden haben. Tom Tom, der Tourguide aus unserem Ressort, erzählt uns, dass das nach Aussagen seiner Eltern. der schlimmste Sturm seit mindestens 30 Jahren war.
Ein Besuch der Liebesinsel stand noch auf dem Tages plan. Bei Niedrigwasser kann man zu Fuß über eine Sandbank
gehen. Dort ist die Statue einer Meerjungfrau zu sehen und ein Aussichtsturm kann erklommen werden. Der Aufstieg ist nicht ohne. Steile Treppen und kein nennenswertes Geländer. Die Aussicht ist durch hochgewachsene Bäume in Richtung Norden
versperrt, lediglich Richtung Süden gibt es einen guten Ausblick.
Der Rest des Tages ist schnell erzählt, schwimmen, schlafen, essen ….. Ach ja und zum Sonnenuntergang haben uns
Myanmar Rum und Coca Cola einen völlig ungebetenen Besuch abgestattet. Aber so ist es nun mal mit dem Besuch. Mann kann ihn nicht einfach wegschicken.
Es war den ganzen Tag über sehr windig und am Wasser hat
man trotz der brütenden Hitze oftmals das Gefühl, dass es kühl ist. Das Meer ist recht unruhig und es macht einen Heidenspass in der Brandung gegen die Wellen anzukämpfen.
Abends sind wir ins Beachpoint Restaurant gegangen. Gehört zum Chaungtha Oo Hotel, das direkt neben unserem Ressort liegt. Haben uns nett mit einem Ehepaar aus Berlin unterhalten, die insgesamt zwei Mon ate in Kambodscha, Vietnam und Myanmar unterwegs waren und nun zum Abschluss eine Treckingtour durch Nepal unternehmen wollen.
Fisch gab es auch und zwar zu einem Vorzugspreis. Zwei Fische für 3000 Kyat. Das Bier kostet hier übrigens nur 1300 Kyat. Der Fisch sollte zwar Hot und Soure sein, doch von Hot war leider nicht viel zu schmecken. War aber dennoch o.k. Den
Rest des Abends haben wir auf der Terrasse verbracht. Lesen, Tagebuchschreiben und dem Meeresrauschen zuhören.
Samstag, 03.03.2007
Haben wieder gut geschlafen, aber Karin hatte noch Besuch
von einer Mücke und hört plötzlich auf einem Ohr schlecht. Das sie schlecht hört kann ich bestätigen, aber das sie nun auch noch schlecht versteht, muss einen anderen Grund haben
. Jedenfalls helfen alle Versuche das Ohr frei zu bekommen nicht. Mal sehen wie wir das wieder hinbekommen. Ärztliche Versorgung scheint hier nicht gerade Standard zu sein.
Das Frühstück bestand wie geplant aus Pancake. Haben wir schon viel besser erlebt und zum Sattwerden reichte es auch nicht. Ansonsten wieder strahlender Sonnenschein, ein kräftiger Wind und nur im Schatten erträglich. Haben
sofort nach dem Aufstehen das Meer getestet und ich habe mich erstmals durchringen können ein wenig zu joggen. Geht morgens ganz gut, da wir immer gegen 06.30 Uhr wach sind. Da sind die Temperaturen noch ganz angenehm.
Ach ja, der Sonnenbrand ist bisher ausgeblieben. Haben für die ersten Tage gut daran getan Lichtschutzfaktor 30 zu nehmen und uns viel im Schatten aufzuhalten. Habe das Gefühl die UV-Strahlung ist hier noch höher als in Thailand.
Karin hatte noch grossen Kaffeedurst und so haben wir auf
unserem täglichen Strandgang das Treasure 2 aufgesucht. Noble Anlage mit allem Drum und Dran. Die Zimmer sind sogar erschwinglich. 45 Dollar für den Superior-Room, 65 Deluxe und 75 Dollar der Beachbungalow. Müssen wohl erst
noch ins Geschäft kommen. Kaffee gab es aber auch nur als Instant und den wollten wir nicht. Früchte gab es ebenfalls nicht, nur zwei Lemon-Juice. War auch besser so, denn wir durften nachher 4000 Kyat für etwas Wasser und jeweils eine
ausgepresste Limone bezahlen. Also besser beim nächsten Mal meiden.
Nachmittags haben wir dem Beachpoint Restaurant noch einen
Versuch gestartet. Fried Rice Thaistyle. Mit Gemüse 1000 Kyat, mit Shrimps 3000 Kyat. Schmeckte super gut und wurde noch durch einen Papayasalat Thaistyle gekrönt. Endlich mal wieder richtiges Thai essen. Das werden wir
noch häufiger probieren. Ansonsten viel lesen, schlafen und schwimmen. Ein richtiger Faulenzertag. Abends haben wir nur noch auf der Terrasse gesessen und eine Ananas genossen. Der abendliche Besuch blieb auch heute nicht aus.
Sonntag, 04.03.2007
Der Sonntag war für die Birmanen Abreisetag. Die beiden letzten Tage hatten wir unheimlich viel einheimische Gäste
am Strand und in der Unterkunft. Aufgefallen ist das aber nicht. Den Tagesablauf möchte ich gar nicht weiter schildern, den kann man oben nachlesen. „The same Procedure as every Year“ (Day), nur das ich heute meine
Rennschuhe zum Frühjogging ausgepackt habe. Gruss an meine Kinder, die gemeint haben, warum nimmst Du die denn mit? Die kommen doch unbenutzt zurück.
Abends sind wir ins ……gegangen und haben dort Tigerprawns gegessen. Preis wie immer für ein Hauptgericht - 3000 Kyat. Morgen müssen wir noch bei Michael Pfeiffer anrufen, damit wir für die Rückfahrt vom richtigen
Ressort abgeholt werden.
Montag 05.03. 2007
Und täglich grüsst das Murmeltier. So einfach lässt sich unser Tagesablauf beschreiben. Ausser einigen kleinen Änderungen. Das Telefonieren nach Yangon klappt, entgege n den Aussagen im Loose, inzwischen reibungslos.
Haben mit Michael Pfeiffer alles für die weitere Tour abgestimmt. Haben ja noch drei Tage. Beim Frühstück hatten wir Besuch von einem Gürteltier, besser die Inhaber des Restaurants hatten es gefangen und stolz präsentiert.
Landete aber nicht in der Pfanne, sondern wurde liebevoll bemuttert. Nachmittags haben wir zeitig das Strandleben eingestellt und uns auf den langen Weg, am Strand entlang, zum Dorf gemacht. Am Yuzana Ressort
haben wir einen Stopp eingelegt und zum Sonnenuntergang ein Bier getrunken. Haben gleich nachgefragt, ob es noch die im Loose beschriebenen birmanischen Massagen für 4 Dollar gibt. Nicht ganz, kostet jetzt 4000 Kyat
für eine Stunde, also rund 2,50 €. Endlich eine Inflation wie man sie sich wünscht. Also ausnutzen und sofort für morgen um 11.00 Uhr gebucht.
Im Dorf sind wir den Tipp im Loose gefolgt und sind ins Sea Sar zum Essen
gegangen. Geschmacklich gut, leider waren die Fische ein wenig klein. Fisch „Hot and soure“ ist aber trotzdem eine Empfehlung wert.
Zurück mit dem Motorbike, weil ich zum Laufen zu faul war. Hab schliesslich
schon gejoggt. Mit unseren Nachbarn aus Thüringen war noch ein Schwätzchen angesagt und die Vorzüge des Myanmar Rum wurden ausgiebig diskutiert.
Ach ja, Karin hört zwar immer noch nicht (zumindest nicht auf mich), aber dafür versteht sie schon wieder besser. Hat mit einer Sicherheitsnadel einiges an Ohrenschmalz heraus gepult und meint, es sei besser geworden. Hoffe ich
auch, vor allem, dass sie mal wieder auf mich hört.
Dienstag, 06.03.2007
Die erste Urlaubswoche ist um und wir haben uns ausgezeichnet erholt. Das stupide Frühstück peppen wir mit
frischer Ananas auf und der Kaffee bekommt durch von uns gekauften I nstant endlich Geschmack. Die schlechte
Küche im Shwe Hin Ta ist der einzige Wermutstropfen im Ressort. Gehört aber nicht direkt dazu, sondern es besteht zwischen dem Besitzer des Restaurants und des Ressorts ein Vertrag. Soll sich aber
ändern. Wäre sehr gut, denn dann gäbe es eigentlich nichts zu meckern. Für uns heisst dass, ausser Getränken und Obst essen wir dort nicht mehr. Gibt aber genug andere gute Restaurants.
Unsere Massage war ein voller Erfolg. Habe die beiden Damen gleich gefilmt, damit ich für die Anzeige wegen Körperverletzung einen Beweis habe. Sch(m)erz bei Seite, die Massage war Topp ,
wenngleich es bis an die Grenze ging. Die Damen brauchen zum Schrauben lösen sicher keinen Schraubenschlüssel.
Ansonsten nimmt der Wind ständig zu. An windgeschützter Stelle ist
es richtig heiss, weit über dreissig Grad, doch im Wind sind es gefühlte 20 Grad. Der Sand weht regelrecht über den Strand und es wurde am späten Nachmittag Zeit, das Weite zu suchen. Fühlte mich
schon fertig für die Pfanne, paniert war ich jedenfalls schon. Ansonsten war Lesen angesagt. Zu Mittag haben wir im Beach Point gegessen. Habe Fisch-Curry bestellt. Spitzenmässig. Haben gleich für
den Abend einen grösseren Fisch bestellt und waren nachher pappe satt.
Mittwoch 07.03.2007
Die Nacht war bei mir nicht so gut. Hatte leichten Durchfall, aber mit Ta bletten und Gottes Hilfe haben wir uns aufgerafft, um ins Fischerdorf zu wandern. War extrem
windig und heiss. Im Dorf selber ist das Leben teilweise stehen geblieben. In den alten Hütten sieht es aber immer Blitzsauber aus. Haben uns gewundert, dass teilweise Stromkabel verlegt waren. Die Auflösung haben wir später
am Strand gefunden. Durch die Entwicklungshilfe wurde eine Windkraftanlage geliefert, die nun zwei Dörfer mit Strom versorgt. Ansonsten ist eigentlich alles wie es früher einmal war. Die Herstellung von Fischsosse geschieht Traditionell in einem grossen Mörser und in Handarbeit. Die Wäsche wird noch auf einem Stein
geschrubbt und in den meisten Hütten werden Besen gebunden. Haupternährung bleibt aber der Fischfang. Neben den Ochsenkarren passen die kleinen Mopeds aber nicht so recht ins Bild. Wir durften
einige Fotos machen und eine ältere Frau bestand darauf, dass ich sie mit ihrem Hund auf dem Arm fotografiere. Das war ein Spass, als sie ihr Bild anschliessend auf dem Bildschirm der Digicam gesehen hat.
Karin befürchtete schon, wir werden zum Tee oder zum
Essen eingeladen. Sie hatte aber gerade vorher eine alte Frau gesehen, wie sie sich den Reis und ein wenig Sosse mit der Hand in den Mund stopfte. Der Teller entsprach dabei in keiner Weise Karins
Ansprüchen in puncto Reinlichkeit. Sind dann schnell weiter und noch eine ganze Zeit am Strand spazieren. Durch den starken Wind haben wir die Hitze kaum gemerkt. Ich war mittags Schach matt und habe erst
mal geschlafen. Nachmittags ging es mir dann besser, aber Karin machte schlapp. Hatte wohl zu viel Sonne abbekommen. Abends kam unsere Fahrer bereits an und wir haben die Gelegenheit genutzt, uns ins
Dorf fahren zu lassen. Tom Tom hatte uns in seine Teestube eingeladen und wir mussten seinen Pancake probieren. Echt klasse, da war für den Fisch im Wine Wine Lae eigentlich kein Platz mehr. Aber wir sind ja tapfer und nun echt fertig.
Haben noch unsere Rücksäcke gepackt und sind schnell ins Bett. Ach ja, wir haben für die ersten 9 Tage 170.000 Kyat ausgegeben. Ca. 105 Euro. Damit kann man gut le ben.

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