Inle See

Montag, 12.03.2007

Heute ist wieder Reisetag. Um 06.45 Uhr ging es Richtung Flughafen. Um 08.00 Uhr sollte unser Flieger starten. Abflug war aber schon um 07.45 Uhr. Mit solchen Dingen muss in Birma immer gerechnet werden und eine rechtzeitige Anreise zum Flughafen ist zu empfehlen. Nach 35 Minuten Landung. Ich war der Meinung wir sind in Mandalay, so war es schliesslich vorgesehen. Doch wir waren schon in Heho. Hatten ein Direktflug bekommen. Warum, wusste auch Thet Oo nicht. Egal, Hauptsache gelandet. Ach ja, die ATR 42 von Air Bagan war recht laut, aber technisch in Ordnung. In Heho wurde die Maschine noch aufgetankt, allerdings waren die Transitgäste noch in der Maschine. Entspricht nicht unserem europäischen Standard, ist in diesen Ländern aber nicht unüblich. Unser Fahrer erwartete uns bereits. Er hatte von der um eine Stunde früheren Landung bereits erfa150hren.

Ach ja. Heho liegt auf 1300 Metern Höhe und es war bei unserer Ankunft noch recht kühl. Hatten schon Angst zu dünne Kleidung mitgenommen zu haben. Vor dem Flughafen erwarten einen gleich wieder Händler. Hier gibt es leckere Erdbeeren zu kaufen. Haben aber darauf verzichtet, da wir diese nicht mit sauberem Wasser abspülen konnten und befürchteten das bei der Ankunft im Hotel alles Marmelade ist. 153

Die Strecke bis Shwengyaung ist einigermassen gut. Danach folgen 11 Kilometer Schlaglochpiste. In Shwengyaung war gerade Markt und so haben wir die Gelegenheit genutzt einen kleinen Stopp einzulegen. Der Markt ist recht sauber und bietet alles was das Herz begehrt. Vor allem sind nur wenige Souvenirstände zu sehen. Ein weiterer Stopp folgte zwei Kilometer vor unserem Ziel Yaungshwe. Das im Shanstil erbaute Shwe Yanpyay Kloster ist komplett aus Teakholz und wurde einst von einem Shanfürsten erbaut. Interessant war hier zu sehen, wie die Novizen im grossen Andachtsraum die Lehren Buddhas aufnehmen. Den Raum durc162hdringt ein gleichmässiges Murmeln der Texte. Das ganze findet im Schneidersitz statt 167und der Oberkörper wird dazu rhythmisch vor und zurück bewegt.

Gegen 11.30 Uhr waren wir schliesslich im Paradies Hotel. Die geräumigen Zimmer sind mit Kühlschrank, Fernseher und Aircon ausgestattet und haben eine große Terrasse. Es wurde aber gerade mit einer „wohlriechenden“ Farbe das Blechdach gestrichen und Karin bekam gleich von dieser offensichtlichen „Gesundheitsfarbe“ Kopfschmerzen. Ein anderer Bungalow stand  gleich bereit. Hier waren wir schliesslich zufrieden. 

 Zu Mittag waren wir im Golden Kite Restaurant. Dort gibt es selbstgemachte Nudeln und wirkliche gute Pizzas. Ich muss gestehen, die ersten Pizzas die wir jemals in Asien gegessen haben.

Danach stand die erste Bootstour auf dem Programm. Von Nyaungshwe führt ein langer Kanal zum See. Bereits hier sind die 171ersten Fischer zu sehen. Ein romantischer Anblick, wenn die sogenannten „Einbeinfischer“ auf dem Ende des Bootes mit einem Bein auf balancieren während mit dem anderen Bein schwungvoll das Paddel getrieben wird. Die große kegelförmige Reuse auf dem Boot komplettiert das Bild. Diese Technik gibt es schon seit hunderten von Jahren. Durch diese Technik ist es möglich gleichzeitig beide Hände zum Auslegen des Netzes zu nutzen. Zum Fischfang gibt es zwei Methoden. Bei der e173rsten schaut der Fischer, wo sich ein Fisch in dem bis zu drei Meter tiefen Wasse r befinden könnte. Oftmals ist dies durch das viele Kraut und die Algen nur schwer zu erkenn. Dann stülpt er die Reuse auf diesen Bereich. Anschliessend nimmt er eine lange Eisenstange mit drei Spitzen und stösst. damit in die von oben offene Reuse. Damit wird der Fisch in das Netz getrieben. Bewegt sich das Netz, lässt der Fischer ein 174in der Reuse befindliches Netz fallen und der Fisch verfängt sich darin. Ich finde ein mühseliges Unterfangen, aber bei dem verkrauteten See wohl nicht anders zu machen. Bei der zweiten Methode wird ein Netz ausgelegt und anschliessend durch peitschenartiges Schlagen auf das Wasser versucht die Fische in das Netz zu treiben. Dazu werden neben den Paddeln auch lange Stöcke genutzt.

Danach sind wir zu den schwimmenden Gärten in Shwe Inn Tha gefahren. Die schwimmenden Gärten bauen sich im nicht so tiefen Wasser folgendermassen auf. Die Alge185n und Unterwasserpflanzen werden etwas verdichtet und als Deckschicht wird ein Lage schlammiger Boden aufgetragen. Damit die Beete nicht wegschwimmen, werden Bambusstangen in den Boden getrieben. Zwischen den Beeten kann man mit einem Boot durchfahren. Das Anlegen, Pflanzen und Ernten wird alles vom Boot aus gemacht. Durch das milde Klima kann mehrmals jährlich geerntet werden. Angepflanzt werden hauptsächliche  

197Tomaten, Bohnen, Kürbisse, Zwiebeln und dergleichen. Nach der Ernte wird zunächst eine Lage aus Algen aufgebracht und anschliessend mit dem nährstoffreichen Boden vom Seegrund abgedeckt. Den Abschluss bildete eine Fahrt durch ein schwimmendes Dorf.

Karin hatte aber bereist einige schwimmende Hotels gesehen und wollte sich nun zunächst erst mal eins anschau220en. Haben das Paradies Inle Ressort gewählt. Wir waren gleich begeistert und haben gefragt, ob wir dort absteigen können. Da es dem gleichen Besitzer gehört, wie unser derzeitiges Hotel, mussten wir lediglich 30 Dollar pro Nacht draufzahlen. Morgen soll der Umzug stattfinden.

200Zum Sonnenuntergang sind wir zurück über den See. Ein herrlicher Anblick, wenn durch die goldene im Wasser glänzende Sonne die Fischer mit ihren Booten vorbeiziehen.

Vom Hafen sind wir zu Fuss zum Hotel zurück. Unterwegs haben wir noch das Mae Mae Restaurant gesehen. Fresh Coffee und Cappuccino war zu lesen. Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gefasst und wurden mit einem super guten Cappuccino belohnt. Eine echte Empfehlung.

Abends haben wir noch versucht eine Mail abzusetzen, aber ausser 1500 Kyatt Kosten kein weiterer Erfolg. Mit Myanmar Rum und Cola haben wir den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen.

 Dienstag, 13.03.2007

Geschlafen haben wir mittelprächtig. Die Matratzen waren einigermassen hart und so musste so mancher Positionswechsel vollzogen werden. Um 05.10 war daher die Nacht für mich beendet. Macht aber nichts, so konnte ich wenigsten den Sonnenaufgang geniessen. Es ist morgens noch recht kühl und erst gegen 07.00 Uhr ist es angenehm warm. Die Birmanen laufen aber noch lange danach mit dicken Jacken herum. Das Frühstück im Paradies Hotel ist mittelmässig. Schlechter Kaffee, dafür aber wenigstens gutes Rührei und leckere Mandarinen. 223

Danach die Rucksäcke auf eine Fahrradrickschah verladen und zu Fuss zum Hafen. Durch die frische Morgenluft eine echte Wohltat. Zwischendurch noch schnell mit Hilfe von Thet Oo Dollars eingetauscht, Kurs 1200. Zwar nicht so viel wie in Yangon, aber besser als am Ngapali.

Für die morgendliche Fahrt auf dem See ist unbedingt eine Jacke zu empfehlen. Es ist durch den Fahrtwind empfindlich kalt und ansonsten läuft man Gefahr sich eine Erkältung einzufangen.

Im Paradies Inle Ressort, gehört zur gleichen Gruppe wie unser vorheriges Hotel. Hatten Glück und haben einen Bungalow direkt in vorderster Reihe bekomme204n. Geräumig und mit Terrasse zum See.

Anschliessend sind wir zum sogenannten Fünf-Tage-Markt nach Nampan. Der Markt wechselt im Rhythmus von 5 Tagen zwischen verschiedenen Orten und bietet einen Teil für das touristische Auge und einen Teil für die Birmanen zum Einkauf. Ein Markt wie man ihn häufig in Asien findet. Die Ankunft ist aber sehenswert. Hunderte von Booten liegen vor dem Hafe182n und man kommt nur mit viel Geschiebe und Hilfe anderer bis auf drei vier Bootslängen an den Anleger. Empfangen wird man von Souvenirhändlerinnen auf ihren Booten. Diese begleiten die Boote bis es endgültig zu eng wird. Die letzten drei vier Bootslängen klettert man(n) (Frau) über die Boote. Ein echtes kleines Abenteu186er, wenngleich es viele helfende Hände für die ungelenken Touristen gibt.

Nach einem Rundgang ging es schliesslich wieder zu unserem Boot. Das Nga Phe Chaung Kyaung, Kloster der springenden Katzen, war die zweite Station des heutigen Tages. Im 19. Jahrhundert wurde das komplett aus Teakholz erbaute Kloster gegründet. Das Kloster liegt in mitten de180r schwimmenden Gärten und verbirgt im Inneren eine Vielzahl von Buddhastatuen im Shan-Stil. Diese sind reich und aufwändig mit Spiegelglas verziert Hauptattraktion sind aber die springenden Katzen. Die Mönche haben die Katzen darauf dressiert, in die Höhe und dann durch einen Reifen zu springen.

207Die Besichtigung einer Weberei in Inpawkon stand als nächster Programmpunkt auf dem Plan. Eigentlich ist die Besichtigung von Fabriken nicht unsere Sache, aber es gab dennoch interessantes zu sehen. Die Fabrik ist lediglich ein dreigeschossiges Gebäude auf dem Wasser. Hier wird tatsächlich noch alles von Hand, bzw. mit uralten per Muskelkraft betriebenen Webmaschinen hergestellt. Absolut sehenswert, wie aus den Stielen der Lotusblüte Garn gewonnen und anschliessend zu Stoffen verarbeitet wird. Das sollte man nicht verpassen. Nun verstehen wir auch die Preise, die im neben gelegenen Shop verlangt werden. Ein Schal aus Lotusblütengarn kostet etwa 85 Dollar. Der Stoff ist so teuer, dass er hauptsächlich nur noch von Mönchen getragen wird, die die Stoffe als große Gabe geschenkt bekommen.

Ein weiterer Handwerkszweig ist das Schmieden von Eisen. Dies ist in Seikon zu sehen. Wie vor 210hundert Jahren werden hier alle Dinge des täglichen Lebens geschmiedet. Dabei ist nur Muskelkraft gefragt, selbst der Blasebalg wird per Hand betrieben.

Nur wenig weiter durften wir die Herstellung der landestypischen Zigarren im gleichen Ort bestaunen. Karin durfte gleich einmal probieren. Als Andenken hat sie gleich für unsere Töchter ein Andenken gekauft. Mal sehen, was unsere beiden Mäuse nach dem Genuss sagen. Übrigens alles Natur. Es werden keine Fremdstoffe oder Geschmacksverstärker verwendet. 1000 Kyatt sind für 25 Stück zu berappen.

Nach so viel schweisstreibender Arbeit hatte wir uns ein Mittagessen verdient. Im Inn Thar Lay Restaurant, dass in der Nähe der Phaung Daw Oo Pagode in den schwimmenden Gärten gelegen ist, haben wir vorzüglich und günstig Fisch-Curry gegessen. Karin wollte noch schnell 211einen kleinen Videoclip drehen. Leider funktionierte das Gerät nicht so wie es sollte. Die Kamera ist defekt. Ich kann nichts erkennen. Ihr war aber schnell zu helfen. Habe einfach den Objektivdeckel abgenommen und schon funktionierte wieder alles einwandfrei. Die Dressur meiner Kamera ist wohl in den letzten zwei Jahren nicht so recht erfolgreich gewesen.

Diese Pagode war unser nächstes Ziel. Zuvor war aber noch ein kleiner Spaziergang durch die Stadt Ywa – Ma, dem Heimatort der Pagode angesagt. Die einzelnen Bereiche sind mit Brücken versehen und es wurde viel Boden aufgefüllt. So dass hier keine schwimmende Stadt zu sehen ist. 

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Die Phaung Daw Oo Pagode bietet eine den heiligsten Stätten des südlichen Shan-Staates. Hier sind fünf Buddhafiguren nur noch zu erahnen. Durch das bekleben mit Goldplättchen ist die ursprüngliche Form kaum noch zu erkennen. Einmal jährlich gehen die vier kleinen Figuren auf Wanderschaft durch die Dörfer des Inle-Sees. Die grösste Figur wird nicht mehr auf Reisen geschickt, nachdem sie während eines Sturmes im Inle-See gesunken ist. An den Unglücksort erinnert eine Gedenkstätte im See. Der Pagode angeschlossen ist noch ein Kloster und neben der Pagode ist das goldene Schiff zu sehen, mit dem die Buddhafiguren zum Fest herumgefahren werden.

218Da es immer heisser, geworden ist, wir hatten weit über 35 Grad im Schatten, haben wir beschlossen, dass wird unsere letzte Tat des Tages. Den Rest des Nachmittags haben wir auf der Terrasse unseres Bungalows verbracht, haben dem Treiben auf dem See zugeschaut und den Sonnenuntergang genossen. Nach dem Sonnenuntergang beginnt das Leben im Hotel. Es wimmelt plötzlich nur noch von kleinen Motten und das Ganze lässt erst zu späterer Stunde nach. 226Auf der Terrasse war ein Aufenthalt nicht möglich. Strom gibt es am Abend von 17 – 23 Uhr und am Morgen von 05 – 07 Uhr. Macht sich durch das leichte Rattern des Generators bemerkbar. Dennoch, dass Ganze hat Flair und wir haben den Umzug nicht bereut.

Das Essen in unserem Hotel ist sehr gut und absolut reichhaltig. Zwar kosten die meisten Gerichte 5000 Kyatt, aber was Qualität und Menge anbetrifft, das Beste, das wir in Birma bekommen haben. Die Hitze hat uns dermassen geschafft, dass wir schon vor neun ins Bett gegangen sind.

Mittwoch 14.03.2007

232Wir wurden wir schon um 06.00 Uhr durch den Bootslärm der ersten abreisenden Gäste geweckt. Nicht wir, sondern nur ich. Karin hielt noch den Schlaf der Gerechten. Dabei hatten wir Thet Oo überredet, erst um 08.30 Uhr zu starten. Trotzdem war es auf dem Wasser sehr kalt. Die Bootsfahrt ging an vielen bekannten Stellen vorbei, wobei wir sehr überrascht waren, plötzlich auf einem kleinen Fluss in Richtung de Berge zu fahren. Unterwegs waren immer wieder Sperren zum Aufstauen des Wassers zu meistern. In der Mitte war nur eine Bootsbreite Platz und wir h234atten manches Mal die Befürchtung es klappt nicht. Unsere Sorge war aber unbegründet. An badenden Kindern und Wasserbüffeln vorbei ging es immer weiter. Plötzlich war ein Anleger mit etlichen Souvenirständen und einem Restaurant zu sehen. Wir hatten das Dorf Indein erreicht. Da es bereits sehr heiss war haben wir zunächst im Restaurant eine Pause eingelegt und für 800 Kyatt eine Kokosnuss getrunken und anschliessend noch das schon sehr feste Fruchtfleisch mitgeben lassen.

247Indein ist bekannt durch sein vom Verfall bedrohtes Pagodenfeld aus dem 17. Jahrhundert. Die ca. 1300 Pagoden im typisch runden Shanstil zerfallen zusehend. Es ist ein Jammer zu sehen, welch handwerklichen Meisterstücke achtlos umherliegen. Bevor man das Pagodenfeld erreicht, ist ein ein Kilometer langer überdachter Fussweg. zu absolvieren. Was hier steht, kann sicher jeder denken. Souv….. Macht aber nichts, d257enn es ist niemand aufdringlich und so kann man oben angekommen, den tollen Blick über die gebirgige Landschaft und die vielen Pagoden geniessen. Zurück geht es über einen kleinen Fussweg, vorbei an den Häusern der Dorfbewohner. Hier wird die Bambusverarbeitung gross geschrieben.

Der sogenannte Fünftagemarkt findet hier auch regelmässig statt. Dann soll es sehr voll sein.
Auf dem Rückweg haben wir noch in einem Stand der „Langhals“ Shanfrauen angehalten. Die aus dem Norden stammenden Frauen, es handelt sich um eine ganz Familie, Grossmutter, Mutter und zwei Töchter zeigen die Webkunst der Shanfrauen und ihren ganzen Stolz , die vergoldeten Ringe um ihren Hals und den Beinen. Wir 259fanden es irgendwie erniedrigend, doch die Frauen erklärten uns, dass sie diese Tradition freiwillig fortsetzen und es bei ihrem Stamm als Schönheitssymbol gilt diese Ringe zu tragen. Abnehmen kann man dieses Ringe übrigens nicht, denn die Halsmuskulatur ist völlig verkümmert und der Kopf würde so zur Seite fallen. Unsere gemischten Gefühle sind dadurch nicht beseitigt worden. Karin konnte schliesslich bei der Webkunst nicht widerstehen und hat zwei Schals erstanden. Einen aus der Produktion der Shanfrauen stammenden Webschal und einen Seidenschal aus der bereits von uns besichtigten Weberei. Das ganze sollte 28 Dollar kosten. Haben uns schliesslich auf 21 geeinigt, da ich ein wenig Mitleid hatte.

Danach war es so heiss, dass wir beschlossen haben in Ana`s Restaurant auf dem See zu fahren und dort zu Mittag zu essen. Hier gibt es gutes Essen zu akzeptablen Preisen. Die Getränke sind aus meiner Sicht, wie immer, etwas teuer.

Unser Elan war damit abgegolten und wir sind durch di268e Gluthitze des Mittags zu unserem schwimmenden Hotel. Hier haben wir es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht und eine kleine Siesta eingelegt.

Um 16.30 Uhr hatte Thet Oo ein kleines Boot geordert, damit wir noch ein wenig auf dem See herumpaddeln könnten. Da es aber wohl häufiger Unfälle gegeben hat, durften wir nicht allein fahren, sondern eine Angestellte aus dem Hotel hat uns mit Thet Oo gepaddelt. Die junge Frau beherrscht, wie wohl alle hier am See geborenen, die Einbeintechnik. Es ist schon ein echter Genuss so ohne Motor über den See zu gleiten. Neben dem Hotel liegt 195gleich ein Dorf in den schwimmenden Gärten. Das Maing Thaunk Dorf ist gleichzeitig der Wohnort unserer Ruderin. So war der Spass für alle sehr gross. Die beiden Kleinsten am Paddel, die beiden Grössten, Karin und ich, in der Mitte des Bootes. Hier gibt es eine echte Dorfgemeinschaft und es ist erfrischend wie nett und freundlich alle sind.

Gleichzeitig machen, trotz der vielfach ärmlichen Verhältnisse, alle einen zufriedenen Eindruck. Erstmals haben wir aus der Nähe und in Ruhe erleben können, wie das Leben in einem schwimmenden Dorf so spielt. Für jeden Besuch des Nachbarn ist ein Boot erforderlich. Gewaschen wird sich am Fuss der Treppe auf einer kleinen Plattform. Die Toiletten sind ebenfalls auf einem Podest gebaut, erkennbar an der teilweise von unten zu sehenden Keramik und dem Abwasserrohr, das direkt ins Wasser führt. Darum ist die Vegetation besonders gut. An jedem Haus ist das Grunzen eines Sc9_button2hweins zu hören, das ebenfalls in einem kleinen auf Stelzen stehenden Stall gehalten wir9_button2d.

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